Qualität

Das Trinkwasser der Wasserversorung Unterägeri ist von einwandfreier Qualität. Sämtlich geprüfte Werte liegen weit unterhalb der gestzlich vorgeschriebenen Höchstwerten. Das Trinkwasser zeichnet sich u.a. durch tiefe Ammonium-, Nitrat-, Nitrit- und Phosphat-Werte aus.
Das Trinkwasser ist frei von Chlorothalonil-Metaboliten.

Routinemässig entnehmen wir pro Jahr rund 60 Wasserpoben auf der Stufe der Gewinnung, der Aufbereitung und der Verteilung. Die Labor-Untersuchungen im Rahmen der Selbstkontrolle werden durch das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Zug untersucht und ausgewertet.
Die Wasserqualitätsdaten aus dem Verteilnetz der letzten erhobenen/untersuchten bakteriologischen und teilchemischen Proben:

KBE = Kolonien bildende Einheiten
n.n. = nicht nachweisbar
1
°fH (französische Härte) = 0.56 °dH (deutsche Härte)

Die Ergebnisse der Wasserproben erfüllten die gestzliche Anforderungen and as Trinwasser. Bei Fragen zur Interpretation der Analysewerte steht die Wasserversorgung gerne zur Verfügung.
Reto Zürcher, Brunnenmeister, Telefon 041 754 52 72.

Zusatzinformationen

Aerobe mesophile Keime:

Aerobe mesophile Keime sind Bakterien aus der Umwelt, welche unter Sauerstoff und bei mittleren Temperaturen am besten wachsen. Sie vermitteln ganz allgemeine Aussagen zum hygienisch-mikrobiologischen Zustand eines Lebensmittels. Dazu gehören die Genussfähigkeit, die Vertriebshygenie und die allgemeine Qualität des Lebensmittels. Hohe Koloniezahlen dieser Bakterien dienen als Indikator für mögliche schädliche Bakterien oder für zu lange Stagnationszeiten in Reservoiren und Leitungen. Der Höchstwert liegt bei 300 KBE/ml.

 

Echerichia Coli:

E.-Coli sind Bakterien, die im Darm von Menschen sowie Tieren vorkommen und in den meisten Fällen nicht gesundheitsschädigend sind. Diese Bakterien dienen als Indikator für fäkale Verunreinigungen (Gülle, Abwasser, etc.). Trinkwasser muss frei sein von E. Coli.

 

Enterokokken:

Enterokokken kommen ebenfalls im Darm von Mensch und Tier vor. Die Beurteilung ist wie E.-Coli. Trinkwasser muss frei sein von Enterokokken.

 

Gesamthärte:

In der Natur fliesst Wasser über Steine, Schotter und durch den Untergrund. Dabei nimmt es wertvolle Mineralien auf. Je mehr Calcium- und Magnesiumteilchen gelöst werden, desto härter wird es. Dies beeinträchtigt die Qualität des Wassers nicht, sondern verhilft dem Wasser gar zu einem besseren Geschmack.

 

Nitrat:

Nitrat ist ein Salz der Salpetersäure. Nitrat kommt in Kunstdünger, Gülle und Mist vor, kann ins Grundwasser sickern und so ins Trinkwasser gelangen. Ein hoher Nitratwert im Wasser zeugt von einer Überdüngung im Grundwassergebiet. Hoher Nitratgehalt ist ungesund. Nitrat kann im Körper zu Nitrit und schliesslich zu Nitrosaminen umgewandelt werden, die krebserregend wirken können. In der Schweiz gilt ein Höchstwert von 40mg pro Liter Trinkwasser.

 

Chlorothalonil:

Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit der 1970er Jahren gegen Pilzbefall als Fungizid zugelassen ist. Er wird im Kartoffel-, Getreide-, Gemüse-, Wein- und Zierpflanzenanbau eingesetzt. Die Abbauprodukte (Metaboliten) des Wirkstoffes können ins Grundwasser und somit ins Trinkwasser gelangen. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat den Einsatz von Chlorothalonil mit Wirkung auf den 1. Januar 2020 verboten.

Zur Gewährleistung des vorsorglichen Gesundheitsschutzes, um Abbauprodukte von Wirkstoffen mit besorgniserregenden toxikologischen Eigenschaften im Trinkwasser generell einzuschränken, muss der Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter eingehalten werden.